Manes - How The World Came To An End
Das hat man ja oft. Bands starten im Extremmetal und verpuppen sich dann über die Jahre zu vielschichtigen Formationen, die mit der ursprünglichen Marschrichtung nur noch wenig gemein haben - man denke nur an Katatonia, Green Carnation, Disillusion oder auch Ulver. So war das wohl auch bei Manes. Die früher dominierenden bratenden Gitarren treten fast völlig in den Hintergrund, hier dominieren flächige, streckenweise sphärische Keyboardflächen, Beats, Sprachsamples und diverse unidentifizierbare Hintergrundgeräusche. Sehr überraschend auch der Einsatz von Beats, französischen Rappassagen und melancholisch-souligem Frauengesang beim zweiten Track "Come To Pass"; überhaupt riecht es vielerorts nach (gutem) HipHop und ab und an sogar nach etwas afrikanischer Weltmusik auf diesem Album. Regulärer Gesang kommt erstmals beim dritten Song "I Watch You Fall" ins Spiel, der ist dann aber sehr ruhig, chillig und ja, das kann man so sagen: schön! Mich hats manchmal sogar etwas an ruhige Peter Gabriel-Songs erinnert. Alles sehr experimentell das und man muss das wohl als ambitioniertes Studioprojekt verstehen, denn an dem Album waren wohl satte 16 Personen beteiligt. Wer etwas Zeit zum investieren hat und offen für Neues ist, der wird hier reich belohnt werden! (tj)




