Shah Mat - Upstream
Auch in den BeNeLux-Ländern haben rockige Bands mit Frauchen am Mikro nach wie vor Hochkonjunktur - The Gathering mit der wirklich herausragenden Anneke am Mikro oder auch Within Temptation sind da gute Beispiele. Shah-Mat (persisch für Schachmatt) kommen aus Belgien und ihre Sängerin Stephanie Vondenhoff entspricht zumindest optisch nicht den gängigen Klischees der säuselnden Fee, sie ist nämlich eher alternativ-punkig angehaucht und wild gepiercet. Was noch lange nicht heisst, dass das die Musik irgendwie zwingender macht, tausendmal gehörtes New Metal-Riffing, billigst Programming und sowas von nix neues... Gelegentlich musste ich an die verblichenen Guno Apes und die nach wie vor aktiven Exilia denken, denn man mischt hier auch munter gerappte Passagen, New Metal-Riffs und zu allem Übel auch noch Reggae- oder gar Ska-artiges in den Sound. Nachdem bei den ersten Songs ordentlich gerifft wird und auf die Knie gezielt wurde, visiert man mit dem vierten Song "Bereft" eher die Herzen der Hörer an. Ruhige Beats und Keyboards treffen auf viel Streicheratmo - für mich das Highlight des Albums, und eine CD nur in dem Stil hätte mich definitiv mehr interessiert und hätte hier wohl auch besser abgeschnitten. (tj)




