Saliva - Blood Stained Love Story
So können sich nationale Hörgewohnheiten unterscheiden... In den USA sind Saliva mit ihrem neuen Album hoch in die Billboardcharts eingestiegen, bei uns wird das mit Sicherheit nicht passieren, einfach weil die Zeiten in denen bei uns jemand nach einem Mix aus Alternative Metal und Rap gekräht hat dankenswerter Weise vorbei sind (man denke nur an Abscheulichkeiten wie Crazy Town). Aber in den USA geht dieser Dicke Hose-Style, wie ihn gleich der Opener "Ladies And Gentlemen" offeriert, immer noch gut. Aber die Herren können auch anders, wenn auch nicht besser: Poppige, auf Radio getrimmte Rocker, die in Richtung Nickelback schielen, überfett produziert sind aber leider zu 90% aus heißer Luft bestehen. Zuckrig-pappige Nummern wie "Never Gonna Change" sind einfach nur schrecklich. Fünf Jahre ist es her, dass die Band mit "Every Six Seconds" ihr bestes Album veröffentlicht hat, , Singles wie "Superstar" laufen auch heuer noch in der ein oder anderen Zappelbude. In der Zwischenzeit ist New Metal weitestgehend Geschichte und zudem mag der ausgestiegene Gitarrist Chris D´albado eine weitere Erklärung für den Verfall der Band sein. Der Rocker "Black Sheep" und die Ballade "Starting Over" retten noch den ein oder anderen Punkt, aber das soll bitte nicht als Kaufempfehlung missverstanden werden! (tj)




