Mainline - From Oblivion To Salvation
Die 13 Tracks, die der Player nach dem Einlegen anzeigt führen etwas in die Irre, drei davon sind eher Intros. Trotzdem bieten die Turiner so einiges in den 50 Minuten Spielzeit. Nach dem Intro gehts mit "Brilliance Of Shadow" gleich in die vollen, fetter Sound, etwas eigenwillig - besonders die Bassdrum klingt streckenweise sehr merkwürdig - aber auch stilistisch schafft man es aus verschiedensten Zutaten doch einen eigenen Weg zu finden. Entlang dieses Weges sind Slipknot-artige Passagen ebenso anzutreffen, wie Death Metal, Prog-Versatzstücke (was hauptsächlich auf die hohen instrumentalen Fähigkeiten zurückzuführen ist) und eine gewisse bauliche (und stimmliche) Verwandtschaft zu Tool und Fear Factory. Basser Simone Berti geht ab und an etwas zu offensiv vor und prescht mit seinen Slapeinlagen gelegentlich etwas über die Grenzen der Songdienlichkeit hinaus (z.B. bei "Emphatize With Your Enemy"). Im achten Jahr ihres Bestehens hört man der Band die jahrelange Erfahrung an, Songs wie beispielsweise "Set Free" oder auch das abschließende opulent atmosphärische "Chain" (mit einer Frau am Mikro) sind astreine Hits. Nach dem ersten Lebenszeichen in Form einer EP aus dem Jahre 2003 legen sie nun über Dioxzion Records ein Debut vor, dass sich in keinster Weise verstecken muss und für ein Album aus Italien, das ja nun nicht gerade über eine riesige Metalszene verfügt, wahrlich überrascht. (tj)




