Bleed The Dream - Killer Inside
Bleed The Dream aus Los Angeles veröffentlichen mit "Killer Inside" bereits ihr zweites Album. In ihrer Heimat sind die Jungs keine Unbekannten mehr. Bleed The Dream nahmen in drei Jahren in Folge an der Warped Tour teil. Auch die Tatsache, dass man sich für das neue Album Garth Richardson (Red Hot Chilli Peppers, Rage Against The Machine) als Produzenten geleistet hat spricht für die hohen Hoffnungen die in die Band gesteckt werden. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen, zumindest glaubt man das am Anfang. Da legt die Truppe mit Songs wie "A Killer Inside", "You´ll Have To Lie To Be Honest" oder "Closer" los, die allesamt Hitpotential haben. Die Band bewegt sich irgendwo im Spannungsfeld zwischen Indie-Rock, Emo und Pop. Dabei geben sich die Jungs einerseits quirlig verspielt, andererseits aber sehr zielgerichtet und hitorientiert. So zieht die Band den Hörer schnell auf ihre Seite. Leider kann sie ihn, bzw. zumindest mich, nicht besonders lange halten. So schnell wie die Songs im Ohr sind, sind die nämlich auch wieder draußen. Das Problem der Band ist, dass man sich an den recht glatt gebügelten Songs schnell satt gehört hat. Das allein könnte man noch verzeihen dazu kommt aber, dass sich die Band mit laufender Spielzeit immer wieder wiederholt und so schnell beginnt zu langweilen. Die Platte scheint mir sehr auf ein Mainstream Publikum ausgerichtet zu sein. Es fehlen einfach die Ecken und Kanten, die echten Emotionen und der Tiefgang. Vermutlich wird die Rechnung aber aufgehen. Es würde mich nicht wundern wenn die Band, zumindest in den Staaten, bald richtig durchstartet. Viele der Songs sind geradezu Stadionrock-Lehrstücke. Für meinen Geschmack ist "Killer Inside" allerdings schlicht zu flach. (rg)




