Static X - Cannibal
Nach gut zwei Jahren Wartezeit veröffentlichen Static X ihr mittlerweile fünftes Studioalbum. Für die Band um den Haarspray-Großabnehmer Wayne Static stellt dieses Album ein Novum dar. Zum ersten Mal in der Bandgeschichte hat man zwei Platten hintereinander mit demselben Lineup eingespielt. Trotzdem sind die Unterschiede zum Vorgänger recht groß. Zwar bleibt die Band ihren Trandemarks treu bietet aber auch einige Kurskorrekturen. Der Stakkatogesang von Wayne, das maschinelle Drumming, Zickzack-Riffing sowie allerlei Elektronik-Schnick-Schnack sind nach wie vor im Sound zu finden. Die melodische Schlagseite welche die Band auf den letzten beiden Platten hatte, wurde jedoch weitgehend aus dem Konzept gestrichen. Die Songs auf "Cannibal" sind weit weniger eingängig und wesentlich brutaler. Hier und da fühlt man sich an das Debüt der Band erinnert. Weiterhin fallen immer wieder traditionell klingende Rock-Solos in den Songs auf, die meiner Meinung nach kein bisschen zu der Band passen. Die Produktion ist wieder wesentlich trockener und mechanischer ausgefallen, als auf den letzten Platten. Songs wie der Titeltrack, "No Submission", "Destroyer" oder "Reptile" haben zwar durchaus ihren Charme, so recht überspringen will der Funke allerdings nicht. Die Songs wirken in meinen Augen seelenlos und treffen ihr Ziel nicht. Echte Hits fehlen auf dem Album gänzlich. Fans der Band werden sich sicherlich damit anfreunden können. Ich selbst hatte höhere Erwartungen und befinde "Cannibal" als den bisher schwächsten Output der Band. (rg)




