Distance In Embrace - Utopia Versus Archetype
Distance In Embrace aus Münster beackern schon seit einigen Jahren beständig deutsche Bühnen. Nach ihrer letzten Veröffentlichung im März 2005 meldet sich die Truppe nun mit einem vollen Album zurück. Seitdem hat sich die Band sehr positiv entwickelt. Stilistisch orientieren sie sich an Bands wie Waterdown und Alexisonfire. Metallischer Hardcore trifft auf Punk und Emo. Die Band macht ihre Sache dabei durchaus gut, besonders die Gitarrenarbeit kann sich sehen lassen. Immer wieder zaubern die Jungs coole Riffs und spannende Arrangements aus dem Hut. Der Wechsel zwischen melodischem Gesang und heftigem Geschrei funktioniert ebenfalls recht gut. Zusätzlich reichert die Band ihre Songs mit Keyboards an. Lediglich in Punkto Eingängigkeit sollten die Jungs noch zulegen. Die Songs verfügen kaum über prägnante Hooks, eingängige Melodien oder Gesangslinien. Dafür schleichen sich immer wieder recht langweilige, unmotiviert klingende Parts ein. Deshalb bleibt kaum was von dem Album hängen. Die Jungs konnten sich aber definitiv steigern und sind auf einem guten Weg und zeigen zudem Mut zur Eigenständigkeit. Schlecht ist das Album beileibe nicht. Das Potential der Jungs muss nur noch in ein schlüssigeres Songwriting gegossen werden. (rg)




