Vital Remains - Icons of evil
Wie böse können Menschen eigentlich werden?? Nach Vital Remains ziemlich böse. Von Anfang an ballern die Amerikaner mit allem was sie haben und hinterlassen nur tiefste Dunkelheit. Die abermals schaurigen und unverkennbar aggressiven Vocals von Glen Benton (Deicide) rotzen direkt im Frontalangriff auf die Hörmuscheln eines jeden unvorbereiteten Hörers. Herrliche zweistimmige Gitarrensalven und tödliche Riff-Wände schieben sich unaufhaltsam in Richtung zentrales Nervensystem und verursachen dort unkontrolliertes Hirnschütteln. Die Produktion dürfte keine Wünsche offen lassen. Für ordentlichen Druck ist auf jeden Fall gesorgt. Der Sound kommt extrem Fett und überzeugt auf ganzer Linie. Man kann hier ohne rot zu werden behaupten, dass man nicht nur an den Vorgänger herangekommen ist, sondern diesen auch übertroffen hat. Noch ein paar Silben zum Cover. Fast schon klischeehaft sieht man hier einmal mehr den Gottessohn leiden, der gerade ans Kreuz geschlagen wird. Meines Erachtens Geschmacksache, aber doch eher als unkreativ zu werten. Überzeugte Blasphemiker werden hier natürlich feuchte Augen bekommen, für mich wirkt diese Motiv doch eher langweilig und ziemlich ausgelutscht, was die Qualität dieses Albums keineswegs schmälert. (jb)




