See You Next Tuesday - Parasite
See You Next Tuesday aus Michigan startete eigentlich als reines Spaßprojekt. Daraus hat sich inzwischen aber eine ernsthafte Band entwickelt die bei Ferret untergekommen ist. Das Quartett bietet eine ebenso brutale wie chaotische Mischung aus Grind-, Noise- und Mathcore. Anhänger von Bands wie Dillinger Escape Plan, Job For A Cowboy oder auch Psyopus dürften ihre helle Freude an dem Brocken haben. Die Band geht technisch sehr versiert zu Werke und bewegt sich dabei meist im oberen Tempobereich. Blastbeats sind genauso wie wirre, frikelige Gitarrenläufe an der Tagesordnung. Immer wieder lassen die Jungs jedoch auch relativ griffige Hooklines durchblitzen und variieren das Tempo was in zahlreichen halsbrecherischen Breaks gipfelt. Von Wiederholungen scheinen die Herren jedoch nichts zu halten. In den durch die Bank sehr kurzen Songs unter 2 Minuten wird kaum ein Riffs mehrmals verwendet. Von Eingängigkeit kann also keine Rede sein, viel mehr beeindruckt die Band mit ihrer Energie und Kompromisslosigkeit. Der Gesang wechselt zwischen hysterischem Geschrei und brutalen Death-Grunts hin und her. Lediglich in zwei Songs geht die Band vom Gaspedal und begibt sich in groovende Noise Gefilde, was der Band sehr gut steht. So kurz wie die Songs sind, so lang sind oft ihre Titel. Zynische Namen wie "Baby, You Make Me Wish I Had Three Hands", "Good Christians Don´t Get Jiggy With It Till After Marriage" oder "Just Out Of Curiosity, Are Your Parents Siblings" spiegeln recht gut die Abgedrehtheit der Band wieder. See You Next Tuseday liefern cooles neues Futter für alle Extremisten, die mit oben genannten Bands was anfangen können. (rg)




