Wumpscut - Body Census
Ein neues Jahr, ein neues Glück! Wobei der Erfolg von Rudy Ratzinger aka Wumpscut nun wahrlich nichts mit Glück zu tun hat. Der ehemalige DJ hat sich über die sechzehn Wumpscut-Jahre einen erstklassigen Ruf erarbeitet, veröffentlicht pünktlich wie die Feuerwehr jeden April ein neues Filetstück für die schwarze Szene und auch sein neuntes Album "Body Census" reiht sich nahtlos in die Reihe seiner Veröffentlichungen ein. Nach wie vor ist er auch nur am Rande Helldriver-relevant, aber auch wenn hier die sonst im Mag so elementaren Gitarren fehlen, soft oder langweilig ist das mit nichten. Heftig, düster, kalt sind Wörter, die mir in Zusammenhang mit dem Landshuter Elektrolurch spontan in den Sinn kommen. Im Gegensatz zum Vorgänger "Cannibal Anthem" hat er seine Song noch mal komprimiert, es klingt alles wie aus einem Guss, ohne jedoch eintönig vorbei zu rauschen. Ganz im Gegenteil, das Album ist sogar recht abwechslungsreich. Da gibt es mit Songs wie "You Are A Goth" oder "Homo Gothikus Industrialis" Verbeugungen vor der eigenen Szene, Uptempo-Tracks wie z.B. "My Dear Ghoul", eher Getrageneres a la "Ain´t That Hungry Yet" und mittig platziert auch den bis auf ein paar Sprachsamples instrumentalen Track "Hide And Seek", den man getrost schon als Ambient bezeichnen kann. Etwas aus dem Rahmen fällt der abschließende Song "The Fall", sowohl vom Arrangement, als auch von den Vocals. Denn hier singt eine Frau und die überzeugt nicht wirklich. Sehr schönes Coverartwork auch und die Fans freuen sich zusätzlich über verschiedene Ausführungen des Albums mit teilweise luxuriösen Bonus-Angeboten. (tj)




