Dew-Scented - Incinerate
Trotz immer mal wieder wechselnder Besetzung (mittlerweile ist ein neuer Mann für den Schlagzeugerposten gefunden und auch Ex-Gitarrist Flo Müller ist wieder an Bord) und dem jetzt schon siebten Album seit dem 1996er Debut "Immortelle" ist so sicher wie das Amen! in der Kirche wo Dew-Scented drauf steht auch nach wie vor derber (Death) Thrash drin. Die etablierte und konstant hochqualitative Adresse der deutschen Szene föhnt einem auch mit den elf Songs des neuen Albums mal wieder richtig ordentlich den Scheddel, steht fast konstant auf dem Gas- und Aggressionspedal (erst an siebter Stelle hat man einen etwas gemächlicheren Song zum kurzen Verschnaufen plaziert) und macht keine Gefangenen. Neu ist einerseits der Produzent Jörg Uken (u.a. Obscenity und God Dethroned), der der Band einen mächtigen und druckvollen Sound verpasst hat, der dem vom langjährigen Produzenten Andy Classen in nichts nachsteht. Und andererseits hat sich die Band erstmals Gäste ins Studio geladen: Jeff Waters (Annihilator) und Gus G. (Firewind) steuern Lead-Gitarren bei "Perdition To Fall" bei und beim letzten Song "Retain The Scars" gibts sogar Guest-Vocals von Kreator-Mille! Und auch das Bandtrademark, dass der Albumtitel mit "I" anfängt wurde beibehalten. Im Prinzip also fast alles beim alten im Hause Dew-Scented. Und deswegen von mir auch nicht die Höchstnote, auf Dauer plättet einen das Album mit einem Riffmonster nach dem anderen und setzt zu wenig Akzente. Es lohnt sich aber auf jeden Fall sich nach der limitierten Erstauflage umzuschauen, denn die erscheint mit 7-Track-Bonus-CD auf der zusätzliche Songs, rares, bereits früher veröffentlichtes Material und Coverversionen von Slayer, Metallica und Bad Religion zu finden sind. (tj)




