Waltari - Release Date
Huch, schon wieder ne Waltari-Scheibe? Der Vorgänger "Blood Sample" ist doch noch gar nicht richtig trocken, da legen die Finnen um Bandkopf Kärtsy Hatakka (diese finnischen Namen!) schon nach. "Release Date" ist zwar ein selten dämlicher Albumtitel, der Opener "Get Stamped" rockt aber beherzt drauf los und weiß mit Beats und Samples zum Ozzy-artigen und eingängigen Gesang gleich zu gefallen. Der spontane und durchaus wieder einen Zacken härtere Charakter des Albums ist durchaus gewollt, geht es der Band doch darum das der Mensch wieder mehr auf seine tierischen Instinkte bauen sollte. Und so hauen die Finnen dem aufgeschlossenen Hörer in wilder Abfolge Elemente aus Rock, Thrash, Dance, Opernartigem Gesang, Death und streckenweise sogar fast Grindcore um die Ohren - klingt jetzt wild, hat aber durchaus was! Was dem missratenen Albumtitel nicht gelingt besorgen dann Songtitel wie "Let´s Puke Together" und "Sex In The Beergarden" mühelos, ein Schmunzeln huscht über des Rezensenten Gesicht. Was für viele Bands in den 90ern nur eine Mode war, leben die Skandinavier bis heute und gewinnen der Crossover-Idee sogar hier und da neue Facetten ab. Und hey, mehr Crossover als sowohl bei Kreator als auch bei Waltari Gitarre zu spielen (siehe Gitarrist Sami Yli-Sirniö) geht ja wohl auch kaum! (tj)




