Mors Principium Est - Liberation = Termination
Wie erfrischend, die sechs Herren aus dem Mors Principium Est-Lager versuchen erst gar nicht zu leugnen, dass Schweden und insbesondere der Götheburg-Sound großen Einfluss auf sie hat. Es geht ihnen offensichtlich auch gar nicht darum Blumentöpfe bei irgendwelchen Innovations- und Eigenständigkeits-Wettbewerben abzuräumen, das erklärte Ziel von "Liberation=Termination" ist es ein fettes "Auf die Fresse"-Album abzuliefern - was ihnen wahrlich gelungen ist! Mit aberwitzig schnellen Gitarrensoli, einem gnadenlos prügelnden Schlagzeug, der kräftigen Stimme und dem fetten Sound werden sie bei Fans von Arch Enemy oder auch Dark Tranquillity voll ins Schwarze treffen. Die Keyboards setzten den ein oder anderen modernen Akzent, "The Animal Within" beginnt beispielsweise mit Technobeats und arabischen Frauengesängen. Mir persönlich sind manche Keyboardpassagen etwas zu dudelig, aber das fällt kaum negativ ins Gewicht, weil es auch nicht überhand nimmt. Von der schieren Brutalität im Schlagzeugbereich lässt ein Song wie "Cleansing Rain" selbst Referenzen wie Fear Factory verblassen. Aber der Sixpack kann nicht nur Highspeed, mit "The Distance Between" beweisen sie eindrucksvoll, dass sie auch einen ganzen Song lang, quasi mit angezogener Handbremse, im Midtempobereich - dadurch wirkt der Song umso fieser -überzeugen können. Wenn das dritte Album in der Karriere einer Band tatsächlich etwas zu sagen hat, dann geht´s für die Jungs in der Zukunft vielversprechend weiter! (tj)




