Duster 69 - Angel King
Los gehts mit ner startenden Straßenbahn oder etwas in der Art, solche Höchstgeschwindigkeiten bleiben beim "Angel King" der Wüstendoomer Duster 69 aber die Ausnahme. Zäh und hypnotisch winden sie sich durch zehn Songs in knapp 40 Minuten, gleich der Opener "Conversations With A Bullet" bringt stolze 5:55 auf den Zähler. Seit guten acht Jahren rödeln die Vier nun schon mit ihrem Sound im Underground und legen nach drei Alben, diversen Split-CDs und -Singles jetzt also Album Numero vier vor. Vier gewinnt? Ich weiß nicht recht. Duster 69 sind mit dem Herz bei der Sache, der ein oder andere Song weiß zu begeistern und animiert zum Mitwippen, aber über die gesamte Albumdistanz fügen sie dem Genre wenig eigenes hinzu. Das mag auch an der schmalbrüstigen Produktion liegen, die von vielen heutigen Demoproduktionen locker übertrumpft wird und besonders im Mix-Bereich Schwächen hat. Sänger Lucki Schmidt klingt zudem über weite Strecken nicht souverän, lehnt sich stilistisch gerne mal bei Größeren an ("Personal Navigator" klingt stark nach Glen Danzig) und wurde (vom Produzenten?) ab und an gar mit einem verzerrten/effektbearbeiteten Gesang versehen. Persönlich hatte ich lange den Eindruck, dass in dem Genre nach dem Ende von Kyuss eh alles gesagt ist, aber spätestens seit ich Dozer live gesehen habe, wurde ich da eines bessern belehrt. (tj)




