The Berzerker - Animosity
Da fängt es schon an. Wie soll man die Geräusche, die The Berzerker auf ein unschuldiges Gehör los lässt, beschreiben?? Wollen wir diese Mischung aus Death-Metal, Gore und Gabber mal Industrial Grind/Death-Metal nennen. Nicht ohne Grund wird The Berzerker als extremste Band im Hause Earache Records bezeichnet. Was hier auf den Hörer zu rollt, ist nicht weniger als das Ergebnis einer Symbiose diverser Vulkanausbrüche mit den schlimmsten Erdbeben, Flutwellen und allerlei andere Katastrophen. Man kommt hier wahrlich an die Grenzen extremer Musik. Erbarmungslose Rhythmussalven, wahre Gitarrengewitter, die kein Auge trocken lassen und ein Gesang, als würde der Teufel höchstpersönlich ein Liebeslied zwitschern. Selten konnte man so ein Aggressionspotential bestaunen. Nun stellt sich die Frage, wie man diese Geräuschkulisse bewerten kann. Auf der einen Seite liegt der Verdacht auf hirnloses Gebolze nahe, andererseits wäre Animosity ohne die Überdosis Industrial ein wirklich respektables Death-Metal Album. Für Zeitgenossen, die sich für Grind à la Mortician und die guten alten Thunderdome-Gabber-Zeiten begeistern können, dürfte Animosity ein risikoloser Kauf sein. Allen anderen Freunden extremer Musik kann ruhig mal ein Probedurchlauf empfohlen werden, es ist aber sicherlich nicht jedermanns Geschmack - aber was ist das schon. (jb)




