Strip Music - Hollywood & Wolfman
Mal ganz abgesehen davon, dass man bei Strip Music wohl eher an Tracks wie „You Can Leave Your Hat On“ von Zappelphillip Joe Cocker denkt, lässt sich zur Musik, die uns die fünf Schweden hier servieren, wohl nicht wirklich schmoov strippen. Über weite Strecken der knapp 40 Minuten Spielzeit ist das genüsslich wehmütiger Synthiepop mit gelegentlichen Brit-Gitarren und dem Hang zum „großen Kino“-Pathos-Refrain. Der Opener kommt komplett ohne Gitarren aus und erinnert etwas an poppige Genesis, „Sugar And Lime“ ist mit dem (Kinder?)Chor im Refrain richtig fies sirupsüß, „Bright Eyes“ klingt stark nach gewolltem Coldplay Nachgeeifere und überhaupt wirken die zehn Kompositionen recht konstruiert und berühren kaum. Das meiste plätschert einfach so vor sich hin und auch nach mehrmaligem Hören kristallisiert sich da keine Klasse aus der Masse heraus. Wer wie ich beim Albumtitel auch sofort an einen Hollywood-Werbefilm der US-Navy mit Tom Cruise und Val Kilmer in der Hauptrolle denken muss, hat wohl ne ähnliche Filmvergangenheit wie ich... (tj)




