Monkeeman - Jumping On The Monkey Train
Zuerst schießen mir beim Opener „Moving In Circles“ gleich mal große Namen wie R.E.M. und Tom Petty durch den Kopf und das eigentlich Verwunderliche ist, dass auch nach längerem Hören des Songs nicht der Moment der Ernüchterung kommt, wo man sich dann korrigiert und sagt, dass das viel zu große, unerreichbare Hausnummern sind. Nun sind Monkeeman längst nicht annähern so bekannt wie die beiden genannten Acts, den Song „Life Is Wonderful“ von ihrem Debut „Burn To Shine“ werden trotzdem sehr viele (unbewusst) kennen – der war nämlich in einem ebay-Werbespot zu hören. Die Combo um Bandleader Ralf Luebke (ja, das sind tatsächlich Landsmänner und keine Briten!), der in klassischer Personalunion Gitarre und Gesang bedient, hat also mal definitiv ein Händchen für Hits, Melodien und gefälligen Songaufbau. Die ersten Songs gehen allesamt direkt süßlich ins Ohr, duften ab und an etwas nach den Fab Four und den 60ern („Glad That You Love Me“) und die Brüder Noel und Liam würden wohl sehr gern die ein oder andere Sonnenbrille für derartig hochwertiges Material herschenken. Produziert hat Patrik Majer, dankbarer weise ganz ohne modernen Schnickschnack, und der hat vorher u.a. auch schon nationale Sympathen wie Wir Sind Helden betreut. Sicherlich weit außerhalb des eigentlichen Helldriver-Focus, für mich in der Summe persönlich auch etwas zu fröhlich, aber für Leute mit dem etwas weiteren Horizont auf jeden Fall eine Empfehlung – auch wenn das Material gegen Ende etwas abschwächelt. (tj)




