Delight - Breaking Ground
Bei der polnischen Band Delight treffen poppige, streckenweise sphärische Vocals auf straighte Riffs, die meist im Bereich Modern Rock / New Metal wildern und von etwas Elektrogezirpse begleitet werden. Die Band gibt es wohl schon satte neun Jahre, hat es in ihrem Heimatland längst zu flächendeckender Bekanntschaft gebracht und wills nun auch außerhalb der eignen Landesgrenzen wissen. Was einst als Gothic-Fomation gestartet wurde ist mittlerweile deutlich massenkompatibler ausgerichtet, streckenweise klingt die Band wie Linkin Park mit einer Frau am Mikro. Und wie bei den Konsensrockern ist es auch hier so, dass das Mikro sehr kompetent geschwungen wird, Sängerin Paulina Maslanka zeigt keinerlei Schwächen und macht auch optisch etwas her, allerdings wurde die Musik so glatt gebürstet, dass es für meinen Geschmack zu stromlinienförmig ist und sowohl Kanten als auch Charakter vermissen lässt. Balladen wie „Fire“ könnten dank „wunderschönem“ Refrain und geballter Akustikgitarrenpower zur besten Sendezeit im Radio laufen und würden niemand weh tun. Natürlich völlig fett, mit Tonnen Chorus und modernen Sounds produziert, macht aber weder dem Band- noch dem Albumnamen wirklich Ehre. Demnächst auf großer Europatour mit Exilia, das passt... (tj)




