Utopia Turns To Ashes - dto.
Beim Schriftzug hätte ich auf die x-te Metalcore-Combo getippt, aber dem war dann erfreulicherweise schon mal nicht so. Als der erste Track dann startet ist die Überraschung erst mal groß, klingt wie Nuclear Assault vor ca. 20 Jahren! Stilistisch orientiert man sich deutlich in der weiteren als der jüngeren Vergangenheit, was manchmal gar Hard Rock-Züge annimmt. Der Sound ist, weil Demoproduktion noch nicht ganz so druckvoll, die Riffs sind teilweise schon recht interessant, könnten aber durchaus noch einen Schuss Inspiration vertragen. Der Drummer holpert manchmal etwas, aber zumindest der Wechselgesang zwischen klarem Gesang und Growls passt schon ganz gut. Der dritte der fünf Songs mit insgesamt knapp 23 Minuten Spielzeit dürfte ein ganz guter Anspieltipp sein. Warum der Bassist beim letzten Song gen Schluss anfängt zu slappen, weiss wohl auch nur er – passen tuts jedenfalls keinen Meter. Da die CD leider ohne begleitendes Info bei mir in der Post war, vermute ich einfach mal, dass es sich hier um das Debut einer jungen Band handelt und so geht dieses Demo unterm Strich auch als akzeptables erstes Lebenszeichen durch – große Sprünge dürfen sie damit nicht erwarten, aber als Standortbestimmung und Basis für weiteres Arbeiten ist das ok. Tipp fürs nächste Album: Die Songtitel auch auf dem Cover und nicht nur auf der CD selbst vermerken und der Vollständigkeit halber vielleicht auch die Namen der Musiker und ihre jeweilige Aufgabe nennen. Kultiges Zitat noch aus der Thankslist: „Raphi: Ich danke... Frau Fickel für die musikalische Erziehung...“ – ein Schelm, wer böses dabei denkt! www.turns-to-ashes.de (tj)




