Auxitt - Rebuilding The Architect EP
Au weia, das Bandfoto der drei blutjungen, adrett gestylten Herren lässt nichts gutes vermuten. Ich schweife mit meinen Befürchtungen gar in abstruse Tokio Hotel-Regionen ab, der Tonträger schafft da dann aber glücklicherweise schnell Abhilfe. Schmissige, gerne auch poppige Punktunes mit dem ein oder anderen Screamo-Keif-Ausbruch serviert uns der Dreier aus Nürnberg. Mit fünf Songs bringen sie es immerhin fast auf 20 Minuten Spielzeit, das Cover/Artwork ist stylish, wenn auch fast schon klischeehaft gelungen und erinnert mich etwas an Tim Burton bzw. Emily The Strange. Hier wird das Rad zwar nicht neu erfunden, die EP rockt aber, erinnert manchmal gar an Coheed And Cambria (inklusive Fistelgesang) und bemüht sich mit Tempowechseln, ordentlich Eingängigkeit und Details wie Samples und Akustikgitarren um Abwechslung. Gutes Beispiel dafür auch der letzte Song „Architecture“, der verzichtet zu Gunsten von Frauengesang, Keyboards und Streicher-)Samples gleich ganz auf Bratgitarren – und selbst der Song überzeugt! Starke Veröffentlichung aus Franken, bin gespannt, was da nachkommt und ob die Band auch live und/oder auf Albumlänge zu überzeugen weiß. www.auxitt.de (tj)




