Ashes Of A Lifetime - Human 1:1
„The Greatest Trick The Devil Ever Pulled, Was Convincing The World He Didn´t Exist“ – cooler Einstieg schon mal dank geschmackvollem Filmzitat (ist aus “Die üblichen Verdächtigen” von Bryan “X-Men”-Singer). Danach bläst der Fünfer auch sofort zum vehementen Angriff auf die Hörertrommelfelle und hängt sich mit dem Opener „Personal Apocalypse“ voll rein. Der Sound ist irgendwie merkwürdig, wenn auch ziemlich fett und da die Band selbst produziert hat, kann man ja davon ausgehen, dass man da gewollt anders klingen wollte als das Gros der derzeitigen Veröffentlichungen. Musikalisch reiht man sich da dann schon eher in die lange Schlange der Metalcore-Bands ein, die dieser Tage um die schwindende Gunst der Massen buhlt. Ältere Heaven Shall Burn seien hier jetzt mal als Orientierungshilfe genannt. Was richtig negativ auffällt ist die lieblose Präsentation. Wenn man als Undergroundband seine Songs aufnimmt und dann an Lables (wie ich jetzt einfach mal vermute) und Mags verschickt, dann sollte es doch eigentlich selbstverständlich sein, dass man sich auch um eine ordentliche Verpackung bemüht, das Auge isst schließlich mit. „Human 1:1“ kommt in nem Slimcase, mit selbst ausgedrucktem Cover, schlecht reinmontiertem und (wenn man ihn selbst anbringt) per se eh schon peinlichen „Parental Advisory“-Hinweis. Das schlimmste ist aber der selbstgebrannte und mit Edding beschriftete Rohling. Schade eigentlich, denn der Inhalt hätte eine angemessene Verpackung durchaus verdient. Leute, die immer noch nicht genügend Metalcorebands gehört haben, dürften das Material der Band mit offenen Armen im Circlepit begrüßen – was gemeinsame Shows mit Deadsoil, Purified In Blood und Opposition Of One noch unterstreichen. Instrumental und auch von Vocal-Seite ist alles bestens, Sound druckvoll und brutal und Tracks wie etwa „Personal Apocalypse“ und „Blood Flows Over The Hills“ sind richtig gelungen – wenn auch nicht sonderlich originell – kann man also ruhig mal abchecken. (tj)




