A Fear Called Treason - To Infest The Wound
Die deutsche Truppe A Fear Called Treason gründete sich erst 2004 und konnte in der relativ kurzen Zeit ihres Bestehens bereits Support-Slots für so illustre Bands wie Walls Of Jericho, Maroon oder Himsa ergattern. Jetzt erscheint ihre erste offizielle Veröffentlichung in Form einer fünf Tracks umfassenden EP. Die Band widmet sich dem Metalcore und erinnert dabei stark an Bands wie As I Lay Dying. Melodische im traditionellen Heavy Metal verwurzelte Gitarrenleads prallen auf zermahlendes Riffing, massive Drums und scharfe Breakdowns. Die Band stattet ihre Songs gern mit Tempowechsel von ziemlich flottem Up-Tempo bis zügigem Mid-Tempo aus. Dazu keift Shouter Daniel fies. Technisch setzt die Band all das sehr gut in Szene. Das Zusammenspiel ist tight, die Songs stimmig arrangiert und auch die Vocals sind cool. Problem an der Platte ist aber das Fehlen jeglicher eigener Ideen. Keiner der Songs zündet nur im Geringsten und verabschiedet sich sofort wieder aus dem Gehörgang. Nichts von der Platte bleibt hängen. Die Songs sind Metalcore Einheitsbrei in Reinform und langweilen jederzeit. Die Gesamtspielzeit von nur knapp 17 Minuten erscheint somit endlos lang. Dennoch besitzen A Fear Called Treason zweifelslos Potential, dies muss allerdings erst erschlossen werden. Ohne originelle Note oder zumindest tollen Songs holt man mit diesem Sound niemanden mehr hinter dem Ofen hervor. (rg)




