Brand New Sin - Tequila
Was der Metal Hammer in einem Review zum Vorgängeralbum noch als “Biertrinkermsuik” bezeichnet hat, will jetzt also Tequilatrinker ansprechen. Die Vorzeichen standen gar nicht mal so schlecht, produziert hat ein gewisser Joey Z (ja, genau der! Gitarrist von Life Of Agony), beim Track „Reaper Man“ erkennt man schnell Gastsänger Pete „Kaffeekanne“ Steele und der Vorgänger „Recipe For Desaster“ war bei vielen noch in sehr guter Erinnerung. Auch die Touren zusammen mit Corrosion Of Conformity, Black Label Society und auch Motörhead hätten passender nicht sein können. Trotz all dieser positiven Omen ist das Album unterm Strich dann doch enttäuschend – und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Die Produktion von Joey Z ist zwar amtlich, aber nicht wirklich begeisternd oder gar mitreißend und die Songs? Letzten Satz noch mal lesen und „Produktion von Joey Z ist“ durch „Songs von „Tequila“ sind“ ersetzen – da hilft leider auch der Type O-Sänger nichts mehr, genauso wenig wie die siebenminütige „House Of The Rising Sun“-Coverversion. Über weite Strecken abgenudelte Riffs, bekannte Arrangements und gerne auch mal AC/DC-Referenzen. Der Sinn der insgesamt vier kurzen Instrumentaltracks hat sich mir leider auch nicht erschlossen. An sich aber auch kein Wunder, ich mag ja auch weder Bier noch Tequila sonderlich... Vielleicht war nur ein Jahr Abstand zwischen dem gelungenen Vorgänger „Recipe For Desaster“ und jetzt „Tequila“ doch etwas zu knapp bemessen. (tj)




