Transmission0 - Memory Of A Dream
Transmission0 aus Holland bieten uns mit ihrem zweiten Album einen echten Krach-Leckerbissen. In gut 70 Minuten nimmt die Band mit auf eine Reise in die düsteren Untiefen der Seele. Musikalisch orientieren sie sich hier vor allem an Bands wie Isis, Neurosis und Cult Of Luna. Die Band geht dabei sehr düster und episch zu Werke, gleichzeitig aber auch recht ruppig. Die Band zieht die genretypischen Gitarrenwände hoch, legt einen schwarzen Klangteppich über den nächsten, schwelgt in psychedelischer Monotonie und zieht dem Hörer immer wieder die tonnenschwere Noisekeule über die Rübe. Geschickt spannt die Band fesselnde Spannungsbögen und lässt verträumte in beklemmenden Parts übergleiten. Der Gesang ist meist ziemlich derbe, vereinzelt tauchen aber klare Gesangspassagen auf, was für Abwechslung sorgt. Die Länge der Songs kratzt gern an der 10-minuten Grenze. Der Band gelingt es sehr gut für Endzeitstimmung zu sorgen. So ganz mithalten können Transmission0 mit den großen Namen von oben aber dennoch nicht. Dafür fehlt es dem Album über die gesamte Spielzeit an Abwechslung. Die Songs bewegen sich zwar alle auf sehr hohem Niveau, sind sich aber doch sehr ähnlich. Daran ändert auch der Gastauftritt von Steve Austin (Today Is The Day) nichts. Weiterhin scheint sich die Band ab und zu selbst in der Monotonie von allzu psychedelischen Strukturen zu verlieren. Ich hätte mir hier mehr Höhen und Tiefen gewünscht. Trotzdem ist dieses Album insgesamt recht stark und es dürfte nur eine Frage der Zeit sein bevor uns die Band mit ähnlichen Meilensteinen wie Cult Of Luna beglücken. (rg)




