Tourettes Syndrome - Sicksence
Nur zufällig ist die Band diesen Sommer beim Summer Breeze-Festival als Ersatz ins Billing gerutscht und in der Rückschau des Festivals zählten die Australier dann ganz klar zu den positiven Überraschungen der drei Tage. Die Überraschung war live schon relativ groß als man nach kurzer Zeit dann gemerkt hat, dass diese Geräusche (Gesang?) tatsächlich von einer Frau kamen und nicht von Chris Barnes lang verschollenem Zwillingsbruder! Entsprechend gespannt war ich dann also auf das Debut der Vier. „Good Morning“ ist ein prima Opener der auch schon die Ingredienzien für die restlichen Songs vorgibt: Derbes an der Grenze zum Death Metal, kombiniert mit New Metal Riffs, allerlei Synthiespielereien und dem außergewöhnlichen Stimmorgan von Miss Michele Madden. Allein, das Konzept trägt nicht wirklich für eine ganze Albumdistanz. Trotz Highlights wie dem weit hinten platzierten kurz-knackigen Knüppel-aus-dem-Sack „Longline“ und dem Groover „Longline“ dümpelt das restliche Material auf mittlerem Level und weiß letztlich nicht zu überzeugen, schade auch; live aber trotzdem sehr sehenswert! Zum Bandnamen fällt mir doch noch spontan ein nettes Filmzitat ein: „Alles unrasierte Schlampen hier! Scheiße! Mann, Ficken!" oder auch "Ey ihr Fotzen! Limbo!" (tj)




