To/Die/For - Wounds Wide Open
Die klaffenden Wunden werden von einem sehr gelungenen, atmosphärischen Pianointro eingeleitet bevor dann nach knapp zwei Minuten „Wicked Circle“ fulminant startet und ein Meisterwerk erwarten lässt. Ein sehr einprägsamer, treibender Refrain, zarter Frauengesang im Hintergrund und auch eine gute Dosis Keyboards und Elektronik zeigen was die Band kann. Wobei kann? Könnte wäre richtiger. Denn was folgt ist dann zu keiner Zeit mehr so stark wie Intro und „Wicked Circle“, da hat jemand sein Pulver wohl größtenteils zu schnell verschossen. Vielleicht haben sich mit den großen Stars H.I.M. und Bands wie Charon, Entwine usw. einfach schon zu vielel Acts auf Gothic festgelegt und den Finnen gehen langsam die zündenden Ideen aus? Vielleicht lags auch am sich weiter drehenden Besetzungskarussell (alter Gitarrist wieder rein, Keyboarder erst mal raus). Was aber nach wie vor beibehalten wurde ist die standardmäßige Coverversion auf den Alben der Band, diesmal widmet man sich dem Madman und bietet eine solide Bearbeitung von Ozzys „(I Just) Want You“. Und wer sich fragen sollte, warum das ab und an etwas nach Pain klingt, dem sei gesagt, dass Mister Tägtgren höchstselbst das Abmischen übernommen hat. (tj)




