The Last Cause - Live vs. Tragedy
Seit langer Zeit erscheint mit diesem Silberling von The Last Cause mal wieder eine Platte auf Striving For Togehterness Records. Die Band aus dem südlichsten Zipfel Deutschlands hat sich voll und ganz dem Hardcore der alten Schule New Yorker Prägung verschrieben. Irgendwo zwischen frühen Sick Of It All und Agnostic Front prügeln sie sich in 40 Minuten durch insgesamt 21 Tracks. Da bleibt kaum Zeit zum verschnaufen. Größtenteils recht flott aber immer wieder angereichert mit schleppenden Moshparts geben sie den altehrwürdigen Sound recht authentisch wieder. Da passt auch die rohe aber gelungene Produktion recht gut. Stilistische Innovationen hat man freilich keine zu erwarten, doch die Jungs haben hörbar Spaß bei der Sache und die Songs warten mit recht prägnanten Parts auf. Moderne Hardcore Stilelemente bekommt man kaum zu hören, es sei denn man möchte gelegentliche Death-Metal Grunts als solche bezeichnen. Was die Band sympathisch macht ist ihre etwas ungestüme fast naive Herangehensweise. Die Songs klingen nicht konstruiert, verkopft und bis ins feinste auskomponiert sondern einfach roh und direkt. Das hat Charme. Auch wenn das Ergebnis unterm Strich sicherlich nicht für offene Münder sorgen wird, ist „Live vs. Tragedy“ doch eine recht kurzweilige Angelegenheit. (rg)




