Dead Hearts - Bitter Verses
Nach zwei EPs veröffentlichen Dead Hearts nun ihr erstes volles Album. Die auf Reflections Records erschiene „No Love, No Hope“ EP hatte der immer eindimensionaler werdenden Szene mal eben ordentlich den Hintern versohlt. Großartige Hardcore Songs mit reichlich Herz und Wut zeichneten die EP aus und schürten den Hunger auf ein Album. Mit „Bitter Verses“ liegt dieses nun vor und kann den Hunger auch locker stillen. Geboten wird moderner Hardcore, ohne Metal dafür mit dem Geist der alten Schule. Mit Vergleichen zu Blacklisted, The Hope Conspiracy oder Give Up The Ghost ist der Sound ganz gut umrissen. Die Band limitiert sich dabei nicht auf abgegriffene Songstrukturen sondern hält ihre Songs mit allerlei interessanten Elementen frisch. Neben zügigem Hardcore-Beats, Breakdowns, Singalongs und Mid-Tempo Moshparts findet sich auch mal ein düsterer Klavierpart oder noisige Gitarrenwände wieder. Nicht selten wird die Band sehr melancholisch und zeigt auch Mut zu Melodien, ohne jedoch dabei ihren Biss und ihre Wut abzulegen. Shouter Derek Dole schreit sich so mit aller Inbrunst die Seele aus dem Leib, dass man ihm jedes Wort abkauft. Gekleidet werden die 14 knackigen Tracks in einen sehr kraftvollen und transparenten Sound. Das großartige Artwork stammt übrigens von Converge Frontmann Jacob Bannon. Insgesamt ist „Bitter Verses“ genau das Album das man nach der tollen EP erwartet hat. Eine Sammlung starker ehrlicher Hardcore Songs. (rg)




