Kagerou - Kurohata
So, mal wieder ein Release aus dem Hause Gan-Shin. Die haben es sich ja zur Aufgabe gemacht die japanische Euphorie um Visual-Kei auch nach Deutschland zu transportieren und das mit Bands wie Dir En Grey oder z.B. Mucc auch eindrucksvoll angepackt. Visual-Kei hat ja nun nur bis zu einem gewissen Grad mit Musik und viel mehr mit Auftreten und Verpackung der Musiker zu tun. Im Booklet der Kagerou-CD könnten einige der Musiker durchaus auch als Frauen durchgehen, somit ist es also Visual-Kei! Ansonsten ist das über weite Strecken J-Rock mit dem ein oder anderen Heavy Metal-Gitarren-Lead (wie z.B. bei „Rakk Suru Yume“). Sänger Daisuke führt seine Band in einer Dreiviertelstunde durch dreizehn launige Songs, richtig heraus sticht wenig und hängen bleibt auch nach mehrmaligem Hören nahezu nichts außer dem ruhigeren siebten Song „Shizumu Sora“. Nachdem das jetzt nicht die erste derartige Veröffentlichung des Labels ist, fällt eben auch der Exotenbonus weg. Die Tokioter Herren gibt es schon seit sieben Jahren und in ihrem Heimatland feiern sie große Erfolge – ich kann mir nicht vorstellen, dass sie Ähnliches auch auf dem deutschen Markt erreichen, selbst das Coverartwork wirkt nichtssagend und lustlos. (tj)




