Hyde - Faith
Das Vorgängeralbum „666“ wurde hier bereits wohlwollend besprochen und im Gegensatz zum Kagerou-Review an anderer Stelle, macht diese Veröffentlichung von Gan-Shin auch viel mehr Sinn. Man hat das Gefühl, dass hier künstlerische Identität und Substanz vorhanden und die Songs, bzw. das Album „rund“ sind. Ich würde die CD auch weniger in die Visual-Kei-Ecke stellen, denn weder optisch noch vom Sound gibt es dafür viele Anzeichen. Der Sound und die gesamt Produktion haben einen mehr oder weniger westlichen Stil, was wohl auch daran liegen mag, dass in Amerika abgemischt und gemastert wurde. Zudem hat bei acht der zehn Songs ein gewisser Danny Lohner den Bass eingespielt. Ich vermute mal, das den in Deutschland deutlich mehr Leute kennen, als Hyde selbst. Lohner war nämlich lange Jahre bei den Nine Inch Nails und hat zudem mit u.a. A Perfect Circle, Marilyn Manson und Richard Patrick (Filter) gearbeitet. Mit „Made In Heaven“, „Dolly“ und „Countdown“ finden sich sowohl harte als auch mit „Seasons Call“ eher leisere Töne auf dem Werk. Textlich wird hier wohl ordentlich übers Thema Religion bzw Spiritualität sinniert, was ein Songtitel wie z.B. „Jesus Christ“ schon vermuten lässt und beim Lesen der Texte dann auch entsprechend bestätigt wird. Das Artwork tut ein Übriges zu einem hörenswerten Album eines charismatischen Künstlers, der auch in Europa seinen Weg gehen könnte. (tj)




