Golden Dogs - Every Thing In 3 Parts
In ihrer kanadischen Heimat sind die Golden Dogs ein großes Ding und das vorliegende Album erschien dort auch bereits 2004. Das Label True North macht sich nun daran diese Perle auch bei uns an dem Mann bzw. die Frau zu bringen. Warum man nicht einfach noch ein paar Monate gewartet hat und gleich das gerade entstehende neue Werk der Band veröffentlicht, lesen Sie, verehrter Leser, im „Buch der unverständlichen Veröffentlichungs- und Promopolitik“, Kapitel 2854. Anyway, die vier Herren plus Keyboarderin orientieren sich stilistisch eher an Zeiten vor ihren eigenen Geburtstagen, der erste Track „Birdsongs“ erinnert gleich mal an John, Paul, George und Ringo. Aber keine Angst, hier wird nicht sklavisch versucht Sound und Attitüde der 60er in die heutige Zeit zu retten, spätestens bei Songs wie „Elevator“ (der gekonnt südamerikanisches Flair inklusive Trompete, Percussion und Akustikgitarren mit krachigen Gitarren paart), wird klar, dass die Band mehr ist als eine weitere Retro-Band, die gerne die nächsten The Strokes wären. Sie rocken immer wieder auch einfach mal frei von der Leber weg, da blitzen dann auch schon mal die Pixies durch. Keine Spur von aufgesetzter Schnöseligkeit und Arroganz a la Oasis, The Verve oder auch Mando Diao, man hat zu jeder Zeit das Gefühl, dass hier mit einem fetten Grinsen musiziert wird. Songs wie „Can´t Get Your Face Out Of My Head“ machen Spaß, gehen ins Ohr und die Band profitiert enorm von den zweistimmigen Gesangspassagen von Fronter Dave und der Tastenfrau Jessica Grassia. (tj)




