Amplifier - Insider
Das Debüt Album der britischen Amplifier feierte ich im Juni letzten Jahres noch ab, Kollege Peter lies an der im Oktober 2005 erschienenen EP kein gutes Haar. Jetzt erscheint das zweite Album der Band welches sich glücklicherweise nicht in der Tradition der EP befindet, es jedoch auch nicht schafft an das Debüt anzuknüpfen. Stilistisch schlägt die Band in dieselbe Kerbe wie damals, also kunstvoller Rock mit Hang zu epischen Arrangements und psychedelischen Elementen ebenso wie harten Riffs und treibenden Beats. Eine Ortung in der Nähe von Bands wie Tool und Muse mit 70s-Rock Einschlag liegt sicher nicht weit entfernt. Auf dem neuen Album gibt sich die Band jedoch wesentlich verspielter als auf dem Debüt. Wo früher breit angelegte Riffs den ton angaben sind es heute quirlige Gitarrenspielereien und sogar orientalisch angehauchte Melodien finden sich immer wieder. Weiterhin dominiert ist der eindringliche Gesang von Frontmann Sel Balamir, wobei die Songs schon auch mal über längere Strecken ohne Gesang auskommen. Songs wie der Titeltrack oder „Hymn Of The Aten“ können wie das Debüt voll überzeugen. Allerdings befindet sich auf der Platte auch einiges an Ballast der dem positiven Eindruck eher schadet. Weiterhin ist ein Problem von „Insider“, dass die Band zwar einerseits bemüht ist Abwechslung in die Scheibe zu bringen, dies jedoch nicht wirklich schafft da sich die Songs in ihrer Grundessenz zu ähnlich sind. Weiterhin fehlen die wirklich großen Nummern weshalb „Insider“ insgesamt wesentlich schwächer ausfällt als ich gehofft hatte. Schade. (rg)




