Ostkreutz - Motor
Ostkreutz haben sich nach einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt in Ost-Berlin benannt, wobei auch gleich die Herkunft der Truppe geklärt wäre. Geboten wird eine seltsame Mischung aus Rock´n Roll, Rotzpunk und Elektro. Was sich in der Theorie interessant und neu anhört, klingt in Wahrheit absolut grausam. Die Band hat keinerlei interessante Riffs, Melodien oder Hooks auf der Pfanne, sondern schrammelt und rumpelt lediglich uninspirierend in der Gegend herum. Gekleidet in „Neue Deutsche Härte“ Ästhetik und vermeintlich schockierenden Songtiteln versuchen Ostkreutz tatsächlich noch einen Blumentopf zu gewinnen. In Songtiteln wie „Gangbang“, „Elektrobaby“, „Vibrator“ oder „Tanzen Wurst und Bier“ spiegelt sich lediglich das intellektuelle Tiefflieger-Level und die Ideenlosigkeit von sowohl Texten als auch Musik wieder. Obwohl es mit dem Verständnis der Texte recht schwierig ist, denn nur ein Teil wird in Deutsch vorgetragen, der Rest ist eine Fantasiesprache die sehr russisch klingt. Wenn man nichts zu sagen hat, sollte man eben besser die Klappe halten. An dieses Motto hätte sich die Band halten sollen, denn mit diesen Geräuschen nervt die Band noch wesentlich mehr als sie es mit echter Sprache je hätte tun können. Der verzerrte Gesang ist hauptverantwortlich für die Unerträglichkeit dieser Platte. Im Ernst, das grenzt an Folter. „Motor“ ist mit Abstand das beschissenste Album das mir seit langem unter die Finger gekommen ist. Angesichts der gequirlten Scheiße die hier auf CD gebannt wurde gibt es auch keine wohlwollenden Newcomer Punkte oder ähnliches. Finger Weg. (rg)




