Flyleaf - dto.
Man muss wahrlich kein Prophet sein um dieser Band den Durchbruch in Deutschland vorherzusagen. In Amerika sind sie schon auf breiter Front erfolgreich, das Debutalbum hier erschien dort allerdings bereits vor einem Jahr und sie tourten seither mit Bands wie P.O.D., Staind und Cold, zu denen sie stilistisch auch gut gepasst haben. Mit den Auftritten bei den prominenten Festivals Rock Am Ring und Rock Im Park haben sie in Deutschland auf jeden Fall schon mal einen optimalen Start hingelegt und das große Kapital der Band, die Sängerin Lacey Mosley, wird in Kombination mit fast durchwegs radiotauglichen Songs wohl auch auf unserem Kontinent punkten. Die zierliche Lady klingt wie eine Mischung aus Avril Lavigne, Gwen Stefani und Björk. Sie bemüht sich hörbar um Abwechslung, kreischt, säuselt und röhrt was das Zeug hält - was manch einem aber wohl hier und da als zu abgedreht sauer aufstoßen könnte. Musikalisch wird hier mitnichten das Rad neu erfunden und da ist dann zum nächsten Album wohl auch am meisten Luft zu Weiterentwicklung, weil doch vieles gleichförmig ist. In den Keller gestimmte Gitarren, fett verzerrter Bass und dann gelegentlich auch cleane, entspannte Gitarrenpassagen mit ordentlich Effekteinsatz und erfreulich kurzen Soloeinschüben, alles sehr gefällig und konventionell das. Der Fünfer aus Texas serviert mit Songs wie „Fully Alive“, „Cassie“, „Red Sam“ und „Breathe Today“ ne Menge Hits, erst recht, wennman bedenkt, dass das Album nur knackige 36 Minuten lang ist. (tj)




