Die Apokalyptischen Reiter - Riders On The Storm
„Die Geister, die ich rief“ werden sich die Reiter wohl ab und an denken. Sie veröffentlichen seit Jahren interessante und abwechslungsreiche Alben, ihr Bild in der Öffentlichkeit ist aber doch größtenteils das einer Spaßband. Die Band hat aber nun mal einen ganz eigenen Humor, der auf musikalischen Anarchismus trifft, streckenweise ist das folkloreartig und pendelt im anderen Extrem dann aber auch gerne mal bis ins Death Metal-Lager. Wenn man „Riders On The Storm” so lesen möchte, dann ist es deutlich ernster, stilistisch aber weiterhin sehr vielschichtig geraten. Der Titeltrack ist z.B. ein treibender Song mit geschickt integrierten Bläsern, akustischen Gitarren und einem Wechsel aus englischen und deutschen Texten, der zudem einen gewissen osteuropäischen Duft verströmt – was die Balalaikas am Schluss dann auch noch unterstreichen. Songs wie z.B. das eingängige „Adler“ werden sicherlich zu gefeierten Livesongs. „Revolution“ lässt streckenweise gar Metalcore aufblitzen und bei „Liebe“ wird´s dann sogar richtig gefühlvoll. All das bietet die Band souverän dar, hat sogar selbst produziert und mit dem sechsten Album ein Highlight der Bandgeschichte geschaffen. Power, Wärme und auch Humor sind die Eckpfeiler und das coole Coverartwork ist dann quasi das i-Tüpfelchen. Hier sind sogar die Voice-Over gegen die bösen „Ins Internet-Steller“ lustig! (tj)




