Motörhead - Kiss Of Death
Motörhead sind eine Institution, soviel steht fest. Da das letzte Album der Rocker bereits zwei Jahre zurück liegt, ist es wieder Zeit für neues Material. Dies kommt in Form des 12 Songs starken „Kiss Of Death“ zu den Fans. Die Band stilistisch zu beschreiben ist eigentlich müßig, wer die Band nicht kennt hat die letzten 30 Jahre Musikgeschichte verpennt. Die neuen Songs klingen wie man es von den Engländern erwartet hat. „Sucker“ ist der recht flotte Opener mit massivem Geballer, „One Night Stand“ eine klassische Blues-Rock Nummer und „Devil I Know“ ist schließlich der Archetyp eines Rock´n Roll Songs. Lemmys Stimme knarzt auch nach weiteren zwei Jahren Alkohol und Zigaretten wie eh und je. Kaum eine Band verkörpert Rock´n Roll so authentisch wie Motörhead. Auch das neue Album macht da keine Ausnahme. Allerdings scheint es insgesamt als ob die Band etwas mit angezogener Handbremse spielen. Zwar sind keine wirklich schwachen Songs enthalten, so richtig hinterm Ofen hervor lockt mich aber auch keiner. Irgendwie fehlt mir der Biss der früheren Platten. Man wird eben nicht jünger. Ihre Hochzeiten mag die Band hinter sich haben, dennoch ist „Kiss Of Death“ ein stattliches Album das den Hunger der Fans fürs erste stillen sollte. (rg)




