Divine Noise Attack - Torn Apart
“Torn Apart”, so der Titel des neuen Albums der Death-Metal Knaben in Divine Noise Attack. Laut beiliegendem Info technisch höchst anspruchsvolles Werk irgendwo zwischen The Black Dahlia Murder und Obituary. Das macht neugierig – und siehe da, mit den beiden Namen im Hinterkopf kann man dann auch diese Einflüsse wiederfinden. Ob einem die aber auch in den Sinn kommen würden, wenn sie nicht auf dem Papier stehen würden, vielleicht. Das technische Niveau ist ebenfalls sehr zufriedenstellend. Die Songs ziehen rasend schnell an Dir vorbei und die Gitarren haben einen gewissen Groove-Faktor, der sich mit leicht verspielten, minimal melodischen Riffs abwechselt. Klingt schon mächtig böse das Ganze. Der Sound ist völlig überzeugend. Überproduziert sind Divine Noise Attack aber mit Sicherheit nicht. Für meinen Geschmack hätte noch ein bisschen mehr brachialer Groove gut getan. Von Song Numero acht an, ändert sich der Sound dann schlagartig und kann die Qualität der ersten sieben nicht erreichen. Ab hier gibt´s nun fünf Songs vom Demo zu hören, die sind aber auch nicht ohne. Die Stücke einfach nochmal mit einzuspielen wäre sicher nicht verkehrt gewesen. Bei denen ist der Obituary-Einfluss bei der Gitarrenarbeit stärker wahrnehmbar als bei den neuen Grunzern, was nichts schlechtes heissen soll, ausser das die Band in 2006 noch mehr ihren eigenen Stil gefunden hat. Das Gaspedal wird mehr durchgetreten als bei den neuen Stücken. Für die Zukunft wäre etwas mehr Variabilität in den Songs wahrscheinlich ein weitere Stufe, um auf der Erfolgsleiter noch weiter nach oben zu kommen. Nichtsdestotrotz, High-Speed-Death-Metal-Maniacs sollten die 35 Minuten „Torn Apart“ ruhig mal anchecken. Optisch sollte die Platte einem durch das gelungene Cover-Artwork von Travis Smith (auch Soilwork, Strapping Young Lad, Nevermore u.a.) sofort ins Auge springen. (mo)




