Frontside - Twilight Of The Gods
Die Zeiten in denen Polen musikalisch hinterm Mond bzw. hinterm Eisernen Vorhang war sind doch eigentlich längst vorbei. Mit Bands wie Behemoth oder Vader beheimatet die Extrem-Metal Szene internationale Größen. Trotzdem hat eine Band wie Frontside den polnischen Grammy für das beste Metalalbum erhalten. Eine Tatsache die nur auf mangelnde Konkurrenz zurückzuführen ist, denn das was die Band auf ihrem neuen Album fabriziert ist ziemlich arm. Vor allem weil das Label sie als polnische Antwort auf Bleeding Through und Killswitch Engage ankündigt. In ihren Träumen vielleicht. Der Sound von Frontside ist zwar meist recht Groovelastig erinnert mich stilistisch aber eher an schwedischen Old-School Death als an Metalcore. Die Band lässt permanent die Double-Bass kreisen und schreddert mit derben Thrashriffs drüber. Das ganze klingt ziemlich stumpf und langweilig, auch die eingestreuten Melodien sind bestenfalls drittklassig. Die Shouts klingen ebenfalls eher nach ins-Mikro-kotzen als nach artikuliertem Ausdruck. Von Charisma ist hier keine Spur. Richtig grausam wird es dann wenn sich Shouter Auman an melodischen und klaren Gesangslinien versucht. Entweder völlig schräg und schief oder einfach nur langweilig. Der letzte Sargnagel der Scheibe ist die schlechte Produktion. Hier hat es wohl jemand zu gut gemeint und insbesondere die Gitarren völlig übersteuert. „Twilight Of The Gods� ist somit ein gehöriger Schuss in den Ofen. (rg)




