Superbutt - Black Soup
Ihr Auftritt beim With Full Force-Festival 2005 hat mich damals nicht wirklich umgehauen und auch ihr letztes Album „The Unbeatable Eleven“ hat mich nicht wirklich nachhaltig beeindruckt. Ich war also nicht gerade elektrisiert, als ich die „schwarze Suppe“ in meinen Player geschoben habe. Der Opener „Broken Nose“ hat mir dann zwar nicht det Nässche gebrochen, aber doch ordentlich überrascht, denn was da aus den Boxen bretterte, war doch sehr mitreißend und kraftvoll. Was natürlich einerseits an der astreinen Produktion (von Bodnar Peter und Szücs Szabolcs) liegt, andererseits aber durchaus am gereiften Material festzumachen ist. Denn auch die weiteren Songs (wie z.B. der coole Stoner „Better Machine“) klingen straffer, als noch auf dem Vorgänger, wenn auch der SOAD-Vergleich nach wie vor gelegentlich gezogen werden muss und die ungarische Band weiterhin nicht gerade vor Originalität sprüht, QOTSA, RHCP und Faith No More werden zur eigenen Suppe verkocht, wissen aber durchaus zu rocken und dürften auch Tanzflächen füllen. Man muss aber vorm Einsatz der Jungs schon den Hut ziehen, die Band reisst sich seit Jahren den Arsch auf, in ihrer ungarischen Heimat hat man es halbwegs geschafft, aber auch das Ausland (Russland, Niederlande, Deutschland, Schweiz, Frankreich usw.) wird fleißig betourt. Wenns so weiter geht, bekommt schon das übernächste Album dann rein rechnerisch die Höchstnote! (tj)




