Catch 22 - Permanent Revolution
Catch 22 sind eine der wenigen Ska-Punk Bands deren Alben nicht schon nach der Hälfte langweilen und nerven. Im Gegenteil, die Band hat es auf ihrem neuen Album noch besser geschafft Einflüsse von Reggae über Rock und Pop bis Punk und Hardcore unter den Ska-Hut zu bekommen. Da kommt es schon mal vor, dass ein relaxter Song mit Beach-Longdrink-Atmosphäre (…ihr wisst was ich meine!) neben einem flotten Punkkracher steht. Obwohl die Bläserfraktion stattliche drei Mitglieder zählt versteht sie sich gut darauf auch mal nicht in die Tröten zu blasen. Das hält überflüssigen Ballast von den Songs fern und gibt auch mal der Gitarre etwas Platz zu braten. Konzeptuell geht es auf dem Album übrigens, wie sich vielleicht der eine oder andere anhand des Titels schon gedacht hat, um das Leben von Leon Trotsky. Keine Spur also von sinnfreien Party/Sonnenschein Texten. „Permanent Revolution“ ist das erste Ska-Punk Album das mir wirklich rundum gefällt. Das liegt vor allem daran, dass die Band keinesfalls immer wieder bekannte Songstrukturen und typisches Bläsergedudel wiederkäuen sondern richtig gute Einfälle in Sachen Arrangements und Melodien haben. So fällt es schwer sich den eingängigen und mitreißenden Songs zu entziehen. Victory Records behauptet es handele sich um „das Sak-Punk Album des Jahres“, das kann ich getrost unterschreiben. (rg)




