Obscenity - Where Sinners Bleed
Obscenity aus Oldenburg existieren bereits sei 1989. Damit kann die Band getrost zu den Pionieren des Death-Metals gezählt werden. „Where Sinners Bleed“ ist immerhin ihr bereits siebtes Album. Doch erst das letzte Album „Cold Blooded Murder“ bescherte der Band gesteigerte Aufmerksamkeit. Stilistisch bietet die Band wie zu erwarten war das volle Old-School Death Metal Brett. Klar beeinflusst von Bands wie Cannibal Corpse, Malevolent Creation oder Monstrosity geht die Band los wie eine Dampfwalze. Massive stampfende Riffs werden von beständig ballernder Double-Bass getragen und nur von ultraschnellen Blastbeat Geschossen abgelöst. Auf Melodien verzichtet das Quintett fast vollkommen und setzt voll auf die durchschlagende Wirkung ihrer brutalen Riffattacken. Die tiefen Growls von Frontmann Oliver Jauch erinnern an George „Corpsegrinder“ Fisher und sitzen perfekt. Überhaupt kann man der Band in Punkto tightness und druckvollem Zusammenspiel keinen Vorwurf machen. Auf die ab und zu eingestreuten Gitarrensolos, die glücklicherweise immer sehr kurz sind müssen die Jungs noch arbeiten. Diese stören im Moment mehr als dass sie den Songs zuträglich sind. Die machen sich aber durch umso geilere Killerriffs wieder wett. Obscenity unterstreichen mit dieser Platte eindrucksvoll, dass die Deutschen keinesfalls den internationalen Vergleich zu den großen den Genres scheuen müssen. Wer von dem melodic-Death Zeug die Nase voll hat und eine amtliche Death-Metal Scheibe der alten Schule sucht ist hier goldrichtig. (rg)




