Phoenix Mourning - When Excuses Become Antiques
Bisher konnte man Metal Blade keinen Vorwurf beim signen neuer Acts machen. Die hochkarätigen Releases der letzten Zeit, insbesondere im Metalcore Bereich, boten keinen Anlass dafür. Jetzt aber haben die Labelmacher aber ordentlich in die Kacke gegriffen. Mit Phoenix Mouring wurde eine Band unter Vertrag genommen die den Qualitätsradar weit unterfliegt. Geboten wird eine Mischung aus Emo und Metalcore. Harte Killerriffs, Metalleads und fieser kreisch/grunz Gesang treffen auf emotionalen Gesang sowie eingängige Melodien. Dieses Rezept ist lang bewährt und wurde bereits von tausenden Bands umgesetzt. Zum größten Teil besser als von Phoenix Rising. In den harten Momenten bietet die Band meist Standardkost tut dies aber noch ganz passabel. Totalausfall dann bei den melodischen Parts. Der melodische Gesang klingt gelangweilt und besitzt kaum Ausstrahlung. Die Gitarrenmelodien dudeln ebenfalls irgendwo im Abseits herum. Auch das ineinander greifen dieser Gegensätze klappt mehr schlecht als recht. Der Wiedererkennungswert der Platte tendiert gegen null. Auch nach mehreren Durchläufen bleibt nichts hängen. Keine Melodie, kein Riff, kein Moshpart, nix. Da hilft es auch nicht viel, dass die Jungs technisch recht gut unterwegs sind und die Platte ordentlich produziert wurde. Es war nur eine Frage der Zeit bis auch Metal Blade im Metalcore-Signing-Boom daneben greifen. Jetzt ist´s passiert. (rg)




