Blind Sight - The Tenderstrike Salvation
Blind Sight aus den Niederlanden sind anders als die meisten Metalcore Truppen. Ihre Einflüsse beziehen sie weniger von schwedischen Death-Metal Acts als viel mehr aus dem Thrash-Metal der 90er. Gepaart wird dies mit ruppigem NYHC-Hardcore a la Madball. Wirklich außergewöhnlich ist jedoch der große Alice In Chains Einfluss, der sich vor allem im Gesang widerspiegelt. Man hat manchmal den Eindruck die Band sei schizophren. In „Bad Blood“ knüppeln die Jungs derbe drauf los als gäbe es kein morgen mehr, während “Darkened Days“ zuvor bzw. „Sticks And Stones“ danach vor allem von ihren ausgezeichneten und für dieses Genre ungewöhnlichen Gesangsmelodien leben. In genau diesen melodischen Parts liegt die Stärke von Blind Sight. Während die harten Momente nicht immer perfekt sind bzw. manchmal die Originalität vermissen lassen, sind die vor allem die mitreißenden Gesangsmelodien großartig. Hier klingt die Band absolut frisch. Darüber hinaus fällt auf, dass Blind Sight nie in ein bestimmtes Schema verfallen und sich nicht wiederholen. So bleibt die Platte immer spannend. Auf ihrem Debüt hat sich kein wirklich schlechter Song eingeschlichen. Raum für Optimierung bieten, wie schon erwähnt, einige der harten Parts in denen auch mal Standard-Riffs verwendet werden. Blind Sight sind seit längerem mal wieder eine Band die es schafft Härte und Melodie auf tolle Weise zu vereinen ohne dabei nach Killswitch Engage zu klingen. Bravo. (rg)




