Royden - Best Friends Our Worst Enemies
Royden aus New Jersey fallen stilistisch in dieselbe Schublade wie Taking Back Sunday oder Hawthorne Heights. Wer aufmerksam zuhört wird aber schnell feststellen, dass die Jungs mehr sind als eine bloße Kopie. Im Gegenteil, Royden reichern den Stil mit allerlei originellen Ideen an. Dabei lassen sie sich in der Melodieführung sowohl aus der orientalischen Ecke als auch von klassischer Rockmusik inspirieren. Die Songs sind sehr melodisch und eingängig ausgefallen, treiben aber meist nach vorne. Die Songs sind oft relativ komplex arrangiert und warten mit mehrstimmigen Melodien auf. Dies hält die Platte einerseits spannend und herausfordernd, wirkt aber hier und da auch etwas überfrachtet. An anderen Stellen hebt sich die Band wiederum zu wenig von der Durchschnitts-Emo-Band ab, was wohl hauptsächlich an der zwar guten, aber doch austauschbaren Stimme von Sänger Treebo liegt. Der Band wäre gut daran gelegen ihre durchaus vorhandene Eigenständigkeit weiter in den Vordergrund zu heben. Im Moment gehen sie in der Masse unter. Dennoch Royden sind eine coole Band mit viel Potential. Der ganz große Wurf ist diese EP noch nicht, aber es würde mich nicht wundern wenn das im Sommer erscheinende Debüt Album genau das wird. (rg)




