Rage - Speak Of The Dead
Das Intro versetzt einen unvermutet in nen Kinosessel, die knappe Minute erinnert dermaßen an nen Kinofilmbeginn, dass man vermutet, das müsste die Erkennungsmelodie eines großen Studios sein. Großes Kino ist jetzt auch gar nicht mal die falsche Assoziation, denn Bombast ist als beschreibende Vokabel hier durchaus nicht fehl am Platz. Die ersten acht Songs werden gar zu einer Art Klassik-Metal-Etude namens „Suite Lingua Mortis“ zusammengefasst, sind in der Mehrzahl auch instrumental und wurden mit dem Symphonie Orchester der Stadt Minsk (die weisrussische Heimat von Gitarrist Victor Smolski) eingespielt. Der Titel erinnert wohl mit purer Absicht an ihr orchestrales Album „Lingua Mortis“ von 1996. Im Zusammenhang mit der Band um Szenen-Urgestein Peavy Wagner muss man sich mal zwei Sachen auf der Zunge zergehen lassen, de Band feierte im letzten Jahr ihr 20jähriges Jubiläum und „Speak Of The Dead“ ist ihr 17. (in Worten: siebzehntes!) Album. Dafür gibt´s schon mal mindesten einen Respekt-Punkt extra! Die anderen sieben Songs des Albums sind leicht progressiv angehauchte Metalsongs, die sich eher an die letzten beiden Alben der Band anlehnen. Hier wird ganz ohne Orchester satt die Gitarre geschwungen und Höchstleistungsdrumming präsentiert – natürlich gewohnt eingängig. Anspieltipp und Favorit ist hier „No Fear“, der auch ordentlich auf Groove und catchy Refrains setzt. Mir gefällt die zweite Hälfte des Albums besser... (tj)




