Killing Joke - Hosannas From The Basement Of Hell
Wo nimmt der Mann nur die Wut her? Dirigiert die Prager Symphoniker, ist also fest in der E-Musik verwurzelt und bräuchte wohl auch aus rein finanziellen Gründen nichts anderes machen, veröffentlicht aber auch seit über fünfundzwanzig Jahren mit Killing Joke immer wieder fieseste Industrial-Brocken. Weiterentwicklung bzw. Veränderung und Bewegung war immer da (auf dem Album ist z.B. ein verstärkter Synthesizer-Einsatz festzustellen), die Band ist über die Jahre aber keinesfalls softer geworden, ganz im Gegenteil „Hosannas...“ kracht unglaublich intensiv aus den Boxen und ist vielleicht sogar etwas weniger massentauglich als der Vorgänger. Der Opener „This Tribal Antidote“ lässt einen spontan ans überragende „Democracy“-Album denken. Beim dritten Song „Invocation“ treffen die zwei Seelen in der Brust des Jaz Coleman dann aufeinander: Orchester meets Gitarrewand, opulente Streicher und Harfen treffen auf stampfendes Schlagzeug. Mit „Implosion“ gibt´s danach aber gleich wieder fies uffe Fresse. Anspieltipp ist neben den bereits genannten Songs auch noch das bedrohliche „Judas Goat“, dass als vorletzter Song noch mal ein veritabler Hit ist und sich mit eingängigem Refrain lang im Ohr einnistet. Zum Album gibt´s eine coole Microsite mit Samples, Video und Tourdaten: http://www.basementsofhell.com/index.html (tj)




