Kate Mosh - Breakfast Epiphanies
Trotz ordentlich angehäufter Lorbeeren, ruhen sich die Ex-Bielefelder und Wahl-Berliner keinesfalls auf diesen aus, sondern gehen zielstrebig ihren Weg. Nachdem ihr Debut „Life Is Funfair“ viel Aufmerksamkeit in der Szene genoss und auch von Organen wie dem SPEX geadelt wurde gings im Vorprogramm von fantastischen Bands wie Sparta und später dann Aerogramme auf Tour und unter die Leute. Es folgt das Andocken im Nois-o-lution-Hafen zu Berlin, wo jüngst auch schon schnittige Vertreter der Szene wie Harmful und Cameran vor Anker gingen. Für die wurde dann flugs eine sehr gelungene EP fabriziert, zwischendurch die Mannschaft etwas umgestellt und auch schon mal Segel gen England gesetzt, wo man wohl auch die Labelheimat von Coldplay und Art Brut beeindruckte. Und jetzt also das neue Album. Ist auch sehr gelungen und man kann sich wirklich mal wieder über eine Band freuen, die aus der eigenen Heimat kommt, aber gleichzeitig so herrlich undeutsch klingt. Ging ja früher eher selten, spontan fallen mir da Namen wie Blackmail und The Notwist ein, die ja auch sehr gekonnt Elektronisches in ihren Sound einweben und zwischen denen würden sich Kate Mosh auf Tour bestimmt auch wohl fühlen. Call it Indierock, Posthardcore or whatever, „Breakfast Epiphanies“ ist ein sehr schönes Album geworden, das ich bestimmt oft hören werde dieser Tage. Das Wahrwerden des Titels bleibt mir hoffentlich erspart, so ein Lattenschorsch beim Frühstück würde dann doch eher stören. Stichwort stören: der Bandname ist natürlich immer noch doof und dieses gewollte „verkopfte“ der Band geht mir nicht so recht runter – aber ohne diesen gewollten „Studentenfaktor“ kommt man wohl auch nicht bis ins SPEX (man verstehe mich nicht falsch, ich hab selbst studiert, aber son Wort wie Epiphanie benutzt doch kein Mensch im täglichen Leben). Ach ja, das Cover ist auch hässlich. (tj)




