Inferno - dto.
Mama mia! Die Band soll aus Rom sein? Ratzis Hauptwohnsitz? Einstige Kulturwelthauptstadt und Zentrum eines der größten Reiche ever? Italiener sind doch immer wieder für ne Überraschung gut. Einerseits machen sich da Präsidenten ihre eigenen Gesetze, andererseits kriegen die dann auch zur besten Sendezeit mal richtig ihr Fett weg: Adriano Celentano hat in seiner Fernseh-Show z.B. mit Oscar-Gewinner Roberto Benigni übelst über Berlusconi hergezogen, recht so. Aber hallo, was soll denn das hier bitte sein? Grind´n´Roll führt als Bezeichnung ausm Info eher in die Irre, der Hinweis „For fans of: The Locust, Dillinger Escape Plan und Fantomas“ lässt dann schon eher erahnen, worums den Italienern geht. Sie machen auf jeden Fall ganz Berlusconi-like ihre eigenen Gesetze! Los geht´s mit nem Elektro-Intro, später geht´s hier mal in die Screamo-Ecke, bounct dann grob in Richtung Meshuggah und SYL zurück und setzt dann wirklich auch einige Grind-Tupfer – allerdings nicht im Sinne von derben Growls sondern eher in Bezug auf Trommelfeuer-Drums. Das ganze wird immer munter von kreativen Synthie-Sounds und Effekten durchzogen. Ich hab leider keine Tracklist, somit fällt es schwer hier einzelne Songs herauszuheben. Auf 16 Tracks bringen es die Römer in ner halben Stunde, wobei die Hälfte davon coole Sound-Sample-Intermezzi sind. Auch wenn das unterm Strich sehr anstrengend ist, ist es auf jeden Fall auch ebenso eigenständig und cool. Wer mutig und belastbar ist und vielleicht mit den genannten Bands liebäugelt, sollte doch auf jeden Fall mal auf www.infernogrindnroll.com vorbeischauen. Da kann man sich drei Songs runterladen. (tj)




