Cannibal Corpse - Kill
Cannibal Corpse sind wohl ohne Zweifel eine der bekanntesten Death Metal Bands. Ihren hohen Bekanntheitsgrad verdankt die Band jedoch nicht nur den Skandalen um ihre frühen Songtitel und Covers (Butchered At Birth darf in Deutschland bis heute nicht aufgeführt werden), sondern vor allem auch ihren unzähligen Fans. Ich persönlich fand die Band zur Chris Barnes Ära ganz OK, konnte aber den Run auf die Band nie wirklich nachvollziehen. So ist auch „Gallery Of Suicide“ das letzte mir bekannte Album der Band. Umso gespannter war ich wie die Band heute, auf ihrem mittlerweile zehnten Album, klingt. Stilistisch hat sich kaum etwas verändert. Das Gaspedal scheint nicht mehr ganz so weit durchgedrückt zu sein. Der Brutalität tut dies jedoch keinen Abbruch. Die Band meuchelt sich äußerst rücksichtslos durch die Platte, dabei legen sie mal mehr Betonung auf derbe Grooves, mal mehr auf Geschwindigkeit. Technisch ist die Darbietung mal wieder perfekt. Ob pfeilschnelle Solos oder messerscharfe Killerriffs, Cannibal Corpse macht so schnell keiner was an den Instrumenten vor. Dennoch, bis auf einige coole Ausnahmen wie „Five Nails Through The Neck“ oder „Death Walking Terror“ lässt mich die Scheibe ziemlich kalt. Warum genau kann ich nicht einmal sagen. Sicher bin ich jedoch, dass Fans der Band wieder hellauf begeistert sein werden. Produziert wurde das Schlachtfest übrigens von ex-Morbid Angel und Hate Eternal Gitarrist Erik Rutan und wer schnell ist kann sich die limitierte Version mit Bonus DVD besorgen. (rg)




