Under Siege - Day Of Dying Monuments
Na das wurde auch Zeit. Das letzte Album der deutschen Hardcore Truppe Under Siege erschien 2003 und das letzte Lebenszeichen in Form einer Split mit A Traitor Like Judas schon 2004. Reichlich Zeit um neue Songs zu schreiben. Könnte man jedenfalls meinen. Bei genauerem Hinschauen erweist sich das neue „Album“ nämlich als Mogelpackung. Fünf der zwölf Tracks stammen nämlich von der inzwischen vergriffenen Split, einer ist lediglich Intro und ein weiterer ist gecovert. Bleiben unterm Strich also lediglich fünf neue Eigenkompositionen. Diese sind aber wie gewohnt ziemlich cool. Stilistisch wird metallischer Hardcore mit deutlichem Hang zum 90er New-School. Dadurch klingen Under Siege auch nicht so austauschbar wie die meisten Metalcore Combos. Sie haben wirklich ihren eigenen Weg gefunden. Auch die geschickt in die Songs eingewobenen Melodien sind alles andere als 0815-Kost. Den Rest besorgt Frontmann Henning mit seinem eindringlichen Shouting. Gecovert wird im übrigen Strife´s „To An End“, was zwangsläufig Bonuspunkte einbringt. Die älteren Songs von der Split passen ebenfalls gut zum neuen Material und zeichnen sich prinzipiell durch dieselben Punkte aus. Das neue Material gefällt mir persönlich zwar ein Stückchen besser, wirklich negativ kann man den Jungs also die oben genannte Mogelpackung nicht auslegen. (rg)




